Welcher Zauber steckt für Dich in Weihnachten?

 

Weihnachten. Das Wort löst in mir seit meiner Kindheit einen Zauber aus, und eine Sehnsucht.

Der Zauber nach dem so samtigen Weiss, der alles so stille macht.

Der Zauber der Gemeinsamkeit beim Tee trinken an den Adventssonntagen dazu die ersten Plätzchen, deren Geruch schon seit Wochen durch das Haus strömt.

Herzenszauber  und  Sehnsucht

 

 

Meine Mutter konnte viel Zauber verbreiten, der mein Herz so berührte und auch prägte.

 

Geschichten wurde am Abend vorgelesen oder gemeinsam gesummt oder gesungen oder die so wunderbare Weihnachtsgeschichte von Carl Orff angehört. ( Für jeden der bayrisch kann ist es eine so wunder wunder schöne Geschichte auf CD mit dem Tölzer Knabenchor)

 

Oder der Brauch über die Adventszeit für jede gute Tat Stroh in die Krippe zu legen, damit das Christkind weich gebettet ist,

oder wenn die (echten) Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet wurden und wir an diesen Kerzen dann für jeden, an den wir denken wollten, ein Teelicht anzündeten und dieses dann auf die Terrasse stellten  - so oft im Schnee - ; immer war da Magie und Zauber.

 

Magie und Zauber, der tief mein Herz berührte!

 

Und dennoch, gab es auch immer eine Sehnsucht nach Leichtigkeit in meinem Herzen und nach fröhlichem ausgelassenen Beisammensein. 

 

Diese Geschichten, in denen der Vater mit den Kindern in den Wald geht und sie gemeinsam einen Tannenbaum aussuchten und Schneeballschlachten machten. Oder Erzählungen, in denen  so abenteuerlustige Kinder von nächtlichen Schlittschuhfahrten am gefrorenen Teich erzählten mit oder ohne ihren Eltern.

 

Diese Geschichten berührten mich tief. Das wollte ich auch erleben. 

 

Als junge Frau während meiner ersten Theaterengagements gab es machmal keine Möglichkeit an Weihnachten heimzufahren, da wir oft nachmittags  am 24.12 und 25.12  ein Märchen spielten und am 25.12 eine Abendvorstellung hatten. Und wenn die Zugverbindung zu lang oder schlecht war, blieb man vor Ort. 

 

Da erlebte ich nun diese Ausgelassenheit von Weihnachten: Mitternachstroddeln, Glühwein trinken, Lachen, Freude haben und wunderbaren tobenden Blödsinn. Es war großartig.

 

Dann gab es eine Zeit, in der ich sehr in den Brauch des Weihnachtsfestes eintauchte. Ich liebte gewisse christliche Riten. Immer mit viel Musik: die Choräle des Bulgarischen Frauenchors, aber auch Holy Cole 'Baby it is cold outside' und Bing Crosby!

Dazu viele Schleifen, viel Glitzer und Zauber und die Freude im Herzen.

 

Doch so satt sich diese zeit auch anfühlte, es gab immer noch einen Schuss Sehnsucht in allem.

 

Wonach?

 

Seit ich nun in die feinstoffliche Energiearbeit tiefer und tiefer tauche, bricht in diesem Jahr etwas wie auf in mir. Ich kann das Brauchtum, das mir auch so einen inneren Halt gab, nicht mehr so für wahr empfinden. Viel Brutalität und Machtmissbrauch der katholischen Kirche schwingt auf einmal in diesen einfach übernommenen Riten und angehörten  Chorälen wie mit. 

 

Der Zauber war wie weg. Wie liebte ich bei dieser Musik in die Stimmung der Weih -Nacht zu tauchen.. aber es funktioniert dieses Jahr nicht.

 

Ich fühle es, dass nun das innere Pendel gerade in die komplett andere Richtung schwingt - was eine ganz natürliche Art ist , 'wenn frau das Pendel loslässt'. Und doch, ich war platt, auch fast verärgert, das all das Gewohnte nicht mehr die Wirkung auf mich hat!

 

Und dann erkannte ich die Challenge:

Diese Liebe, Geborgenheit und diesen Zauber wahrlich NUR IN MIR zu finden.

 

Erst war ich bockig,

doch umso mehr ich mich wirklich 'mich mir selbst hingebe', in mich hineinlausche, mit meiner Aufmerksamkeit nach innen gehe, meine ureigene Energie wahr und sie in Eigentum nehme,

umso geliebter fühle ich mich und eine satte Geborgenheit macht sich in mir breit. 

 

Und 'einfach ich sein' ist mein Weg und er birgt auf einmal einen magischen Zauber, still zartkraftvoll.

 

Ein Weg angefüllt mit Liebe, Vergebung und unglaublich vielen Neuanfängen.

 

 

Ja, Liebe und Vergebung bringen Licht  - und das in nun für mich Weihnachten. Und es ist konfessionsunabhängig.

 

Mich wirklich lieben, so wie ich jetzt gerade bin - Mir selbst vergeben.Was ich tat oder auch unterlassen habe zu tun.

Das schenkt mir Licht, Zauber und Magie und... ein fröhlich ausgelassenes Beisammensein - denn ich bin so immer mehr mit mir selbst verbunden. Und dies stillt auch immer mehr diese Sehnsucht in mir.

 

Und es lässt mich immer verbundener mit meinen Freunden und Mitmenschen sein.

Die Qualitäten von Magie, die Liebe und  innerer Gemeinschaft finde ich in mir und versuche diese aus mir heraus in die Welt zu tragen.

 

Ich wünsche Dir von Herzen ein besinnliche Weihnacht, voller Liebe und Freude und leckerem Essen

Was bedeutet für Dich diese Zeit? Ich freue mich sehr, wenn Du mir dies im Kommentar unten mitteilen willst

 

Ganz herzlich

Deine Géraldine-Aimée

Kommentar schreiben

Kommentare: 0